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22.06.2026

Frauenhass klickt – und genau das ist das Problem

"Frauenhass kickt und klickt im Netz" - Mit diesem Satz brachte die Journalistin und Aktivistin Düzen Tekkal ein Problem auf den Punkt, das online immer sichtbarer wird. Denn Frauenhass begegnet uns heute längst nicht mehr nur dort, wo er offensichtlich ist. Er findet sich nicht ausschließlich in Hasskommentaren oder extremistischen Foren. Er taucht in Podcasts…
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02.06.2026

Training für Gegenrede: Stark im Gespräch gegen Desinformation!

Online-Workshop | 23.06.26 | 18-19:30 Uhr Mach’ mit beim digitalen Training für Gegenrede! In diesem Workshop vermitteln wir gezielte Inputs rund um das Thema Desinformation sowie wirkungsvolle Strategien für den Umgang in herausfordernden Gesprächssituationen. In praktischen Übungen bekommst du die Möglichkeit, das neue Wissen zu erproben – mit gegenseitiger Unterstützung und Raum zum Ausprobieren. So…
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27.04.2026

Einladung zum Community-Event: Checken statt glauben. Werde aktiv gegen Fake-News!

Mission Flood the zone with trust - unsere Antwort auf Fake-News! Im September wird in vier Bundesländern gewählt. Wo gewählt wird, haben Falschinformationen Hochsaison. Sie verunsichern, spalten und beeinflussen Entscheidungen. Setze mit uns etwas dagegen: gemeinsam, sichtbar und vertrauenswürdig. Sei bei unserer Online-Veranstaltung am 12. Mai von 18–19:30 Uhr dabei! Jede Mission braucht ein ordentliches…
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01.07.2026

Blog & Wissen

NGO-Files und Anti-NGO-Narrative

Autor:in

redaktion

3 Mythen & Warum NGOs gerade jetzt Unterstützung brauchen

NGOs stehen aktuell stark unter Druck. Immer wieder werden Anti-NGO-Narrative genutzt, um gemeinnützige Organisationen, Vereine und ihre Arbeit zu delegitimieren. Das zeigt sich auch an den Debatten rund um sogenannte NGO-Files: eine KI-basierte Rechercheplattform, die Informationen über gemeinnützige Organisationen sammelt und ihre Finanzierung sowie ihr Wirken als vermeintlichen Skandal darstellt. Die Initiatoren der Seite stammen aus dem Kreis der AfD-Arbeitsgruppe „NGO-Aufklärung“. Was auf den ersten Blick wie Aufklärung wirken soll, zeichnet bei genauerem Hinsehen ein verzerrtes Bild.

WICHTIG {Wir haben die Files nicht verlinkt und bitten euch auch nicht selbstständig danach zu suchen oder auf die Seite zu klicken, um keinen Traffic zu erzeugen!}

Gerade deshalb ist es wichtig, solche Narrative einzuordnen: Wenn NGOs unter Generalverdacht gestellt werden, betrifft das nicht nur einzelne Vereine, sondern unsere demokratische Gesellschaft insgesamt. Auch wir bei codetekt setzen uns für Aufklärung, Medienkompetenz und demokratische Teilhabe ein. Deshalb ist es uns wichtig, einzuordnen, warum diese Narrative gefährlich sind – und warum eine starke Zivilgesellschaft gerade jetzt Unterstützung braucht.

Was ist das Problem an Anti-NGO-Narrativen?

Ein Anti-NGO-Narrativ beschreibt Erzählungen, die NGOs pauschal als problematisch, parteiisch, machtvoll oder eigennützig darstellen. Oft werden einzelne Informationen aus dem Kontext gerissen oder mit irreführenden Behauptungen verbunden. Dadurch entsteht ein verzerrtes Bild: NGOs erscheinen nicht mehr als Teil demokratischer Zivilgesellschaft, sondern als angebliche Gefahr.

Gerade im Zusammenhang mit Begriffen wie NGO-Files kann diese Dynamik besonders wirksam sein. Denn Sammlungen, Listen oder Datenbanken über NGOs vermitteln schnell den Eindruck von Aufdeckung oder Skandal – auch dann, wenn die eigentliche Arbeit der Organisationen legitim, gemeinnützig und demokratisch wichtig ist. Das Ziel solcher Angriffe ist häufig nicht nur Kritik. Es geht darum, Vertrauen zu beschädigen.

Mythos 1: NGOs zensieren Meinungen

Ein häufiger Vorwurf lautet: NGOs würden Meinungen einschränken oder zensieren. Besonders Organisationen, die sich mit politischer Bildung, Desinformation oder Diskriminierung beschäftigen, werden so immer wieder angegriffen.

Dabei gilt: Politische Bildung ist nicht beliebig neutral. Sie orientiert sich an demokratischen Grundwerten und an der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Wenn NGOs diskriminierende Strukturen benennen oder menschenfeindliche Aussagen kritisieren, ist das keine Meinungszensur. Es ist Teil demokratischer Auseinandersetzung.

Mythos 2: NGOs bereichern sich

Die Realität sieht oft anders aus. Viele gemeinnützige Organisationen arbeiten unter unsicheren Bedingungen. Finanzierungen sind häufig befristet, projektgebunden oder abhängig von Spenden. Viele NGOs werden nicht vollständig oder gar nicht staatlich finanziert, sondern tragen sich über Spenden, Mitgliedsbeiträge, Stiftungsmittel oder ehrenamtliches Engagement.

Der Vorwurf der Selbstbereicherung verkennt die tatsächlichen Arbeitsbedingungen vieler gemeinnütziger Organisationen.

Mythos 3: NGOs haben zu viel Einfluss

Auch die Behauptung, NGOs hätten zu viel politischen Einfluss oder seien grundsätzlich „links“, greift zu kurz. NGOs und Vereine sind sehr vielfältig. Zur gemeinnützigen Landschaft gehören Umweltorganisationen, Sozialverbände, Kulturvereine, Bildungsinitiativen, Sportvereine, Freiwillige Feuerwehren und viele weitere Formen zivilgesellschaftlichen Engagements.

Im Vergleich zu großen Unternehmen, Wirtschaftsverbänden oder professionellen Lobbygruppen verfügen viele NGOs über deutlich weniger Geld, Personal und politischen Zugang. Trotzdem erfüllen sie eine wichtige demokratische Funktion: Sie machen Probleme sichtbar, stärken Beteiligung und setzen sich für Menschen ein, die sonst oft weniger Gehör finden.

Warum NGO-Files und ähnliche Aktionen gefährlich sein können

Auch wenn viele Vorwürfe gegen NGOs nicht stimmen, bleiben sie nicht folgenlos. Wenn gemeinnützige Organisationen ständig unter Verdacht gestellt werden, entsteht Druck: auf ihren Ruf, ihre Förderung und ihre Gemeinnützigkeit. Manche ziehen sich dadurch aus öffentlichen Debatten zurück oder schränken ihre Arbeit vorsorglich ein.

Genau das schwächt Demokratie.

Denn NGOs leisten Aufklärungsarbeit, bieten Unterstützung und stärken Teilhabe. Wenn ihr Handlungsspielraum kleiner wird, spricht man von Shrinking Civic Space – einem schrumpfenden Raum für die Zivilgesellschaft.

Zivilgesellschaft stärken

Wer gemeinnützige Arbeit unterstützen möchte, kann helfen: durch eine Spende, ehrenamtliches Engagement oder indem Inhalte geteilt werden, die Anti-NGO-Narrative einordnen.

Denn wer NGOs stärkt, stärkt demokratische Teilhabe.

Quellen:

Bundeszentrale für politische Bildung: „Menschenrechte unter Druck: Wie frei ist die Zivilgesellschaft?“ https://www.bpb.de/themen/recht-justiz/dossier-menschenrechte/551787/menschenrechte-unter-druck-wie-frei-ist-die-zivilgesellschaft

SWR Kultur: „NGOs und Demokratie: Warum sie wichtig sind und unter Druck stehen“ https://www.swr.de/kultur/gesellschaft/die-rolle-von-ngos-in-der-demokratie-kleine-anfrage-der-cdu-100.html

Deutsches Stiftungszentrum: „Das Anti-NGO-Narrativ“ https://www.deutsches-stiftungszentrum.de/sites/dsz/files/2025-09/das_anti-ngo-narrativ.pdf

NGO-Files der AfD: Prebunking https://buendnisost.de/stories/ngo-files-der-afd-prebunking

Eine Person (links) übergibt einen großen, weißen Kreis an eine andere Person (rechts)

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