Start einer gemeinnützigen, interoperablen Infrastruktur gegen Desinformation
Wie gehen wir mit Desinformation um, wenn Inhalte schädlich sein können, aber nicht zwingend illegal sind? Diese Frage beschäftigt Plattformen, Politik, Zivilgesellschaft und Nutzer*innen seit Jahren – auch uns von codetekt. Denn zwischen klassischer Content-Moderation, Fact-Checking und regulatorischen Pflichten bleibt ein Bereich, der besonders herausfordernd ist: irreführende, manipulative oder kontextlose Inhalte, die öffentliche Debatten verzerren können, ohne klar gegen Gesetze zu verstoßen.
Warum wir neue Antworten auf Desinformation brauchen
Gleichzeitig prägen vor allem große amerikanische und chinesische Plattformen Europas digitalen Kommunikationsraum. Sie bestimmen, welche Funktionen genutzt werden, welche Inhalte sichtbar werden und wie Beteiligung organisiert ist. Auch community-basierte Ansätze wie Community Notes zeigen: Nutzer*innen können eine wichtige Rolle dabei spielen, Inhalte einzuordnen und Kontext sichtbar zu machen. Doch solange solche Systeme vollständig in der Hand einzelner Plattformen liegen, bleiben zentrale Fragen offen: Wer kontrolliert die Regeln? Was passiert mit Bewertungen außerhalb der jeweiligen Plattform? Und wie lassen sich Vertrauen, Transparenz und Missbrauchsschutz zusammendenken?
Was Community Checks anders machen
Genau hier setzt unsere Non-Profit Community Checks Idee an.
Wir setzen Non-Profit Community Checks um: eine gemeinnützige, interoperable Infrastruktur, mit der Nutzerende die Vertrauenswürdigkeit von Inhalten plattformübergreifend einordnen können. Nicht als zentrale Wahrheitsinstanz, sondern als demokratisches, transparentes und zivilgesellschaftlich getragenes System für Informationsqualität.
Die Idee baut auf unserem Trust-Checking-Ansatz auf, den wir seit 2020 entwickeln und mit Freiwilligen erproben. Im Zentrum steht dabei nicht die Frage „Ist das wahr oder falsch?“, sondern: Wie vertrauenswürdig ist ein Inhalt — und woran können Nutzende das erkennen? Genau dieser Perspektivwechsel kann helfen, auch bei schädlichen, aber legalen Inhalten differenzierter, partizipativer und skalierbarer zu reagieren.
Den vollständigen Impuls lesen
Im PDF zeigen wir, warum bestehende Plattformlösungen nicht ausreichen, was wir von Community Notes lernen können und wie eine gemeinnützige, interoperable Infrastruktur für europäische Plattformen aussehen könnte.
Unser Ziel: digitale Öffentlichkeit nicht allein Plattformlogiken zu überlassen, sondern zivilgesellschaftliche Checks & Balances zu stärken.
Den vollständigen Impuls gibt es hier als PDF:
Wir sind bereits in der Entwicklung und werden zeitnah unsere erste Partnerschaft mit einer europäischen Plattform bekanntgeben.
Stay tuned.
